Wallfahrt der KAB nach Ungarn

Ein Stein für den Heiligen Martin
KAB auf Wallfahrt in Ungarn

Alle zwei Jahre begibt sich die KAB St. Martinus Hagen auf große Wallfahrt. In diesem Jahr war Ungarn das Ziel. Bei einer Reise nach Ungarn denkt man meistens an Budapest, die Puszta oder den Balaton und weniger an einen Wallfahrtsort. Diese Orte standen natürlich auf der Reiseroute der Hagener KAB, aber auch die Stadt Szombathely. Dort wurde vor 1700 Jahren der Heilige Martin geboren, der Patron unserer Pfarrgemeinde.

Bis zu diesem Ziel lag eine lange Wegstrecke vor der Reisegruppe. Unter dem Motto: „Gottes Volk auf Wanderschaft“ startete sie am frühen Morgen und legte im KAB-Bildungshaus in Günne am Möhnesee eine erste Pause ein. Hier gab es ein gemeinsames Frühstückt und in der Kapelle wurde der Pilgergottesdienst gefeiert. So gestärkt ging es weiter und nach einer Zwischenübernachtung in Regensburg erreichten sie am zweiten Tag Budapest.

Um diese wunderschöne Stadt an der Donau kennenzulernen, hat sich die Reisegruppe drei Tage Zeit genommen. In diese Zeit fiel auch das Fest des Heiligen Stephan, dem Patronats­heiligen von Ungarn, das gleichzeitig als Nationalfeiertag begangen wird. Die Hagener Pilger feierten aus diesem Anlass in der Kathedrale des Hl. Stephan einen Festgottesdienst. Die Budapester begingen den Tag mit feierlichen Prozessionen und einem Brillantfeuerwerk am Abend.

Von der quirligen Millionenstadt Budapest ging es dann für zwei Tage in die Puszta. Die Wallfahrer waren beeindruckt von der endlosen, sonnigen Weite dieser Landschaft. Spontan feierten sie an einem schattigen Platz eine Messe im Freien. Anschließend fuhren sie in Kutschen zu einem Reiterhof, wo sie rasante Reitvorführungen bestaunen konnten. Der Tag endete in einer Csárda mit einem landestypischen Essen mit viel Paprika.

Am nächsten Tag erreichte die Pilgergruppe den Balaton (Plattensee), das Urlaubsparadies der Ungarn. Bei einem Bummel über die Uferpromenade kamen echte Urlaubsgefühle auf.

 

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Der Hagener Stein vor dem Reliquienschrein des Hl. Martin

 

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Die Geburtskirche St. Martin

 

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Denkmal vor der Kirche, Martin tauft seine Mutter

 

Darauf folgte ein Höhepunkt der Wallfahrt: Die Hagener Pilger erreichten Szombathely, den Geburtsort des Heiligen Martin. Hier, in der St. Martinskirche, feierten sie wieder einen festlichen Gottesdienst. Im Anschluss legten sie einen „Findling“ in der St. Martins-Gedenkkapelle nieder, in den folgende Inschrift eingraviert ist: „Gottes Volk auf Wanderschaft – Wallfahrt der KAB St. Martinus Hagen am Teutoburger Wald, Deutschland; 24.08.2016“.

Bereits im Jahr 1997 besuchte die Hagener KAB aus Anlass der 900-Jahrfeiern, das Grab des Hl. Martin in Tours und hinterließ in der dortigen Krypta eine Inschrift. Damit besteht nun eine Verbindung zwischen dem Geburts- und Sterbeort unseres Gemeindepatrons, die auch durch den europäischen Friedensweg „Via Sancti Martini“ miteinander verbunden sind.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Klosters Pannonhalma. Hier empfing der Erzabt und Bischof Asztrik Várszegi die Hagener Pilger zu einem Gespräch über die Situation der ungarischen Kirche. In fließendem Deutsch schilderte er die Probleme, mit der die katholische Kirche Ungarns auf Grund der wechselhaften Geschichte zu kämpfen hat. Insbesondere die Nachwirkungen der kommunistischen Zeit sind noch nicht überwunden. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass aus kleinen Gemeindezellen etwas Neues entstehen wird.

Auf dem Heimweg machte die Gruppe noch Zwischenstation im tschechischen Pilsen, wo die Besichtigung der Stadt und natürlich der Brauerei auf dem Programm standen. Voller Eindrücke kehrten alle gesund nach Hagen zurück, wo sie von den Kirchenglocken freudig begrüßt wurden.

Hubert Wellmann

 

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